Liebe Freunde von „Fahren mit Wasser“,

die letzten Wochen sind wieder einmal wie im Flug vergangen. Gerade hatten wir einen genialen Workshop in Aarau(Schweiz) im Begegnungszentrum und im Wohnzimmer (danke an Tom und André an dieser Stelle) mit den neuesten Informationen rund um das Thema „Fahren mit Wasser“, da liegen bereits die nächsten bahnbrechenden Nachrichten auf dem Tisch. Deshalb gleich zu den Themen.

Strömungsoptimierung „Tunnel bauen“
Wie bereits berichtet teste ich aktuell ein Granulat, das dazu führt, die „elektromagnetischen Widerstände“ aus dem HHO-Generator und dem Auto zu entfernen, damit ein besserer „Fluß“ der Elektronen gewährleistet ist. Das hört sich wie Magie an, ist in der Praxis aber mehr als deutlich spürbar. Erst vor zwei Tagen haben wir die nächste Iterationsstufe besprochen, die quasi „einen Tunnel rund um das Auto baut“. Das bedeutet, dass auch die Luftwiderstände fast vollständig eliminiert werden und damit natürlich auch die Windgeräusche und Seitenwindempfindlichkeit des Fahrzeugs. Da in dieser Stufe Spannungen von -10.000V bis +10.000V anliegen muss dieses System besonders gut getestet werden. Diese von mehreren erfahrenen Fahrern durchgeführten Tests gehen gut voran und in den nächsten Wochen erwarten wir, dass auch dieses Modul, optional zu den aktuellen „Fahren mit Wasser“ Workshop-Varianten angeboten werden kann. 

30% dokumentierte Ersparnis bei Generatoren mit HHO-Zuführung
In einem ausführlichen Videomeeting besprach ich ebenfalls in der zurück liegenden Woche eine Zuführung von HHO-Gas bei dem Betrieb von Generatoren. Für das neue Gemeinschaftsprojekt „HHO in Biogas-Generatoren“ wollen wir zwei Biogas-Anlagen mit zusätzlichem HHO befeuern und die Auswirkungen auf Verbrennung, Verbrauch und Emissionen näher untersuchen. Das Gespräch mit dem Hersteller von HHO-Großanlagen aus dem maritimen Bereich ergab, dass seine Spezial-Generatoren bei Diesel-Großgeneratoren zur Stromerzeugung bereits dokumentierte 30% Kraftstoffeinsparung bringen. (Bei Lkw-Großanlagen beträgt die belegte Ersparnis aktuell etwa 19%). Nach diesen brandneuen Informationen bin ich zuversichtlich, dass wir dem Ziel einer 5%-Einsparung bei Biogas-Anlagen mit einer Testinstallation sehr nahe kommen. Wir bereiten nun gemeinsam mit dem Hersteller die Installation vor und planen, bereits im ersten Quartal 2023 mit zwei Anlagenbetreibern in den Testbetrieb zu gehen.

Verhältnis von Emissionen/Verbrauch/Leistung
Einen spanndenden Input zum Thema Verbrennung erhielt ich von Peter in dieser Woche. Der Optimierungsspezialist berichtete, dass eine optimale Verbrennung bei Verbrennungsmotoren vorliegt, wenn 1kg Benzin auf 14,7kg Luft bzw. 1kg Diesel auf 14,5kg Luft trifft. Entscheidend hierbei ist, wieviel Sauerstoff-Atome auf die Kraftstoffatome treffen. Gerade wenn wir mit HHO-Generatoren arbeiten verändert sich auf jeden Fall der „Sauerstoffgehalt“, da wir durch die Aufspaltung des Wassers sowohl Wasserstoff als auch  Sauerstoff erhalten. Das Verbrennungsluftverhältnis wird, wie ich aufgeklärt wurde, durch „Lambda“ beschrieben, was die Gemischzusammensetzung aus Luft und Kraftstoff ausdrückt. Wollen wir „mehr Leistung“, so bedeutet ein „fetteres Gemisch“ einen Lambda-Wert unter eins (=fetteres Gemisch), mehrWirtschaftlichkeit wird mit einem Lambda von größer eins erreicht (=größerer Luftanteil). Der spannende Sachverhalt ist nun, dass der HHO-Generator beide Optionen gleichzeitig ermöglicht, da sowohl ein „fetteres Gemisch“ durch „Wasserstoff“ als auch ein höherer „Luftanteil“ durch den ebenfalls enthaltenen „Sauerstoff“ ermöglicht wird. Ein sehr spannender Effekt, den ich so noch nicht auf dem Schirm hatte und den ich übernächste Woche auf dem Prüfstand gemeinsam mit unserem Kennfeld-Experten Stefan noch einmal beleuchten werde.

Drehzahlabhängige Steuerung von HHO-Generatoren
Gerade bei größeren Maschinen und Lkws ist keine konstante Zuführung von HHO-Gas gewünscht. Hier muss eine „dynamische Regelung der HHO-Produktion“ erfolgen, das heißt, bei niedriger Drehzahl weniger HHO-Gas zugeführt werden als bei hoher. (siehe vorheriger Punkt dieser Email.) Sehr interessiert verfolgte ich daher den Ausführungen eines HHO-Generator-Experten zu seiner Lösung für schwere Maschinen. Er hat gemeinsam mit seinem Team eine Steuerung erfunden, die zum Einen den HHO-Generator automatisch einschaltet, als auch, abhängig von der Motordrehzahl, die Ampere-Zahl automatisch erhöht, sodass entsprechend mehr HHO-Gas produziert wird. Bei Maschinen, die 24/7 in Betrieb sind ergänzt er sein System noch um eine Automatisierung, die bei Unterschreitung des Mindestwasserstands, aus einem Reservoir neues Elektrolyt in den Wassertank pumpt. Nach seiner Aussage ist das „Power Management“ von immenser Bedeutung, da der Lichtmaschine nicht unendlich Energie entnomen werden kann ohne die Effizienz des Fahrzeugs negativ zu beeinflussen. Noch im Dezember werde ich diese Strategie in der Praxis testen und berichten, zu welchen Ergebnissen dieses spezielle „Power-Management“ führt.

Einfache Möglichkeit zur Betriebskontrolle des HHO-Generators
Es passiert manchmal, dass sich der Generator während der Fahrt abschaltet und damit das Testergebnis beeinflusst. Während ich am Ende jeder Fahrt das erzielte Ergebnis dokumentiere und zu diesem Zweck ebenfalls den Motor noch weiter laufen lasse, damit ich ein Video von der HHO-Gas Produktion anfertige, habe ich nun eine sehr einfache Betriebskontrolle kennenlernen dürfen. Diese entstammt eher der (weiblichen) Intuition als meinem männlichen Zahlen-Dokumentationsdrang und stammt von meiner Frau:
„Ich muss nur aussteigen und atmen und spüre sofort, ob der Generator läuft“, sagte sie heute zu mir, als ich wieder einmal die Motorhaube öffnen wollte, um den Betriebszustand des Generators zu kontrollieren. Ohne Betrieb sind die Diesel-Abgase deutlich zu verspüren und da das Fahrzeug einen komplett anderen Auspuffgeruch aufweist wenn der Generator läuft, ist dies eine sehr einfache Möglichkeit der Kontrolle, die ich hier gerne als Anregung weiter gebe.
😉

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